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Türkei-Nahost-Beziehungen



Die Türkei hat tief verwurzelt historische, kulturelle und traditionelle Verbindungen mit dem Nahen Osten. Sie ist bemüht und legt großen Wert auf die Erweiterung der freundschaftlichen  Beziehungen mit den Völkern und Ländern in dieser Region. Da die Zwischefaelle auch in der Türkei negativ zu spüren  sind,  werden die Entwicklungen im Nahen Osten hierzulande mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Die Türkei war stets darum bemüht, dass eine gerechte, dauerhafte und weitreichende friedliche Lösung sich in dieser Region durchsetzt. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Türkei den Dialog als einzig geltendes Mittel dafür vorgeschlagen.


 
Die Herstellung des Friedens und der Stabilität im Nahen Osten ist in Interesse Interressen aller Länder in dieser Region, sowie auch der Türkei und dies wird auch die Möglichkeit der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in dieser Region fördern. Die strategische Bedeutung des Friedens und der Stabilität im Nahen Osten, der Wiege der Zivilisation, wird in der Zukunft mehr denn je an Bedeutung gewinnen.


 
 
Die letzte Libanon-Krise
 
Trotz aller Mahnungen und Bemühungen der Türkei eskalierten die Ereignisse und die Spannungen in der Region  zu einem bewaffneten Kampf. Die Türkei war über die darauf folgenden traurigen Entwicklungen tief betroffen. Die Vorfaelle im Gazastreifen, die diesmal ein bedrohliches Ausmaß angenommen haben, und die Stabilitaet im Libanon gefaehrden, haben die Befürchtungen der Türkei bestärkt.


 
Infolge dieser Ereignisse, wurde die jahrelange Hoffnung auf das Streben das nach  einem gemeinsamen friedlichen Zusammenleben der Menschen  im Nahen Ostenschwer beeintraechtigt. Die Türkei glaubt stets an die Notwendigkeit der Schaffung eines dauerhaften und gerechten Friedens zwischen  beiden Seiten in dieser Region. Die Türkei war von Anfang an bemüht, auf diplomatischer Ebene den negativen Entwicklungen ein Ende zu bereiten.


 
Sie begrüßt die internationalen Bemühungen zur Wiederherstellung des Friedens im Libanon und die darauf folgende Resolution Nr.: 1701 des UN-Sicherheitsrates.


 
Diese Resolution stellt, für die  Beendigung dieser bewaffneten Auseinandersetzung bzw. Kampfhandlungen, ohne dass die Krise eine ernstafte Dimension erreicht und um für eine dauerhafte Lösung des Konflikts einen wichtigen Schritt dar. Auf diese Weise wurde im Lande die nötige Basis dafür geschaffen, um humanitäre Hilfe den notleidenden Menschen zukommen zu lassen.


 
Die Türkei hat schon vom Beginn an bei der letzten  Krise in Nahen Osten, die nötigen Schritte unternommen, um den in Not geratenen Libanesichen Volk rasche humanitäre Hilfe zukommen zu lassen.


 
Der Nah-Ost Friedensprozess
 
Die Schaffung eines dauerhaften und wirksamen Friedens in dieser Region, ist  gemeinsamer Wunsch und Ziel  eines jeden Mitglieds der internationalen Gemeinschaft. Die Herstellung des Friedens ist im Hinblick auf die Stabilität und des Wohlstandes nicht nur im Nahen Osten, sondern  auch auf der ganzen Welt von größter Bedeutung.


 
In diesem Rahmen war die Türkei von Beginn an, als  stärkster Verfechter um einen Friedensprozesses im Nahen Osten bemüht. Sie war bestrebt, ihre bilateralen Beziehungen nicht nur mit den betroffenen Ländern zu vertiefen, sondern in geeigneter Atmosphäre eine regionale Zusammenarbeit in kürzester  Zeit zu Stande zu bringen.


 
Die Türkei ist überzeugt, dass man in dieser Region nur dann Frieden Sicherheit und Stabilität erzielen kann, wenn man im Rahmen der Resolutionen des Sicherheitsrates (Nr.: 242 und 338) einen auf den Prinzip "Land gegen Frieden" beruhenden Vertrag unterzeichnet. In diesem Sinne unterstützt die Türkei den Wunsch auf das Nebeneinanderleben Israels und Palästinas,  in anerkannten und sicheren Grenzen, deren Definition der UN-Resolution mit der Nr.: 1397 (2002) zu Grunde liegt. Die Türkei war eines der ersten Länder, das Palästina anerkannt hat.


 
Die Türkei hat der UN-Resolution Nr.: 181 (1947), die eine Teilung von Palästina in einen arabischen und einem jüdischen Staat  und für Jerusalem einen Status als "corpus seperatum" vorsah,  zusammen mit den Islamischen Staaten, dagegen gestimmt. Der Status "corpus seperatum" sah vor, dass die Stadt Jerusalem unter der UN-Führung einen Sonderstatus erhaelte und aus der damalige Stadtverwaltung und den umliegenden Dörfern und Provinzen bestehe. Am 23 Januar 1950 proklamierte Israel den Westteil von Jerusalem als Hauptstadt, aber diese Anordnung wurde von der Türkei nicht anerkannt. Nach dem Juni-Krieg vom 1967 nahm Israel den Restteil der Stadt von Jordanien ein und ein Gesetz über eine Stadtverwaltung wurde verabschiedet.


 
Die Türkei stellt sich gegen eine einseitige Änderung des Status von Jerusalem. Die Türkei ist dafür, dass nach den Verhandlungen der Parteien, der Stadt ein endgültiger Status verliehen wird, in dem  ihr Charakter, die Beschaffenheit und Eigenschaft als Heiligtum für die monotheristischen - drei Religionen, nicht beeinträchtigt wird.  Der Israelisch-Palästinensische Friedensprozess von 1991 wurde, infolge der  im September 2000 begonnenen Gewaltspirale, unterbrochen. Durch die zweite Intifada entstandene Gewaltspirale wurde der Friedensprozesses zwischen Israel und Palästina wieder unterbrochen. Deswegen hat man sich zwangswiese darum bemüht, in erster Linie einen Waffenstillstand zwischen den kaempfenden Parteien herzustellen.